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16.02.2026

Neue Hausanschlüsse für Wärmenetze bewerten – so unterstützt der heatbeat Digital Twin

Schnelle Prüfung von Hausanschlüssen im Wärmenetz

Im heatbeat Digital Twin lässt sich die Anschlussfähigkeit neuer Gebäude im bestehenden Wärmenetz sehr effizient prüfen. Im Beispiel nutzen wir ein Demo-Netz an einem hypothetischen Standort in Aachen. Durch die Netzberechnung liefert der digitale Zwilling ein präzises Bild zur aktuellen Auslastung im Netz. Über die Leistungen unter Auslegungsbedingungen wird sofort sichtbar, wo noch Kapazitäten frei sind und wo mögliche Engpässe auftreten könnten – eine wesentliche Grundlage für eine zuverlässige Bewertung potenzieller Hausanschlüsse.


Kommunale Wärmeplanung direkt integrieren

Ein großer Vorteil besteht darin, dass sich Daten aus der kommunalen Wärmeplanung direkt importieren lassen, sofern sie maschinenlesbar vorliegen. Häufig ist das mindestens auf Ebene von Gebäudeblöcken datenschutzrechtlich unproblematisch. In vielen Fällen können zusätzlich Informationen zu bestehenden Wärmeerzeugern oder sogar gebäudescharfe Wärmekataster genutzt werden. Im heatbeat Digital Twin werden diese Daten direkt mit dem Wärmenetz zusammen nutzbar. So entsteht ein umfassender Überblick über den Wärmebedarf der Umgebung – ideal für strategische Netzplanung und Ausbauentscheidungen.

Bessere Entscheidungen im Vertrieb von Wärmenetzbetreibern

Durch die Kombination aus Netzsimulation und Wärmebedarfsdaten erhält der Vertrieb ein durchgängig aktuelles Bild der Anschlussmöglichkeiten. Interessenten lassen sich deutlich schneller qualifizieren, Anfragen lassen sich fundiert einordnen und potenzielle Kundenbeziehungen können aktiv weiterentwickelt werden. Rückmeldungen oder verbindliche Zusagen können direkt in der Weboberfläche gepflegt werden und bleiben jederzeit tagesaktuell.

Neue Leitungen planen und automatisch dimensionieren

Wird ein möglicher Anschluss konkret, zeigt der Digital Twin sofort, wie die Anbindung technisch umsetzbar ist. Im Beispiel ist eine bestehende Leitung nahezu ausgelastet, während über die Hauptleitung noch Reserven bestehen. Eine neue Trasse lässt sich im Bearbeitungsmodus unkompliziert einzeichnen. Solange keine Nennweite gesetzt ist, erscheint sie gestrichelt – sie kann entweder manuell festgelegt oder über das Design Cockpit automatisch dimensioniert werden.

Dafür wird dem betreffenden Gebäude zunächst die benötigte Leistung zugewiesen. Das erlaubt es, auch größere Ausbaugebiete effizient vorzubereiten. Im Design Cockpit lässt sich festlegen, dass nur die neuen Leitungsabschnitte dimensioniert werden sollen. Zusätzlich können Auslegungstemperaturen und Grenzwerte für spezifische Druckverluste gesetzt werden. Die Berechnung erfolgt innerhalb weniger Sekunden und beinhaltet auch ein vollständiges Update der Netzsimulation, sodass die Auswirkungen auf die Hauptleitung sofort erkennbar sind.

Mehrwert durch einen echten digitalen Zwilling

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie eng im heatbeat Digital Twin Netzsimulation, kommunale Wärmedaten und Vertriebsprozesse miteinander verknüpft sind. Die Plattform bietet damit einen erheblichen Mehrwert gegenüber isolierten Berechnungstools: Sie liefert durchgängig aktuelle Daten, ermöglicht schnelle Entscheidungen, vereinfacht Planungen und schafft eine konsistente Grundlage für den Ausbau von Wärmenetzen.

Wenn Sie diese Funktionen auch für Ihr eigenes Wärmenetz nutzen möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme – wir zeigen Ihnen gerne, wie der heatbeat Digital Twin Ihre Netzplanung und Ihren Vertrieb unterstützen kann.

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