Der August bringt trotz Urlaubszeit wichtige Verbesserungen für unseren heatbeat Digital Twin, unter anderem die grundlegend überarbeitete Rohrauswahl im Design-Paket, eine feinere Verwaltung von Anschlussleistungen, aktualisierte Datengrundlagen für alle Wärmenetze und Luftbilder als neue Hintergrundkarte.
Die tiefgreifendste Änderung in der Bedienung des heatbeat Digital Twins betrifft die Rohrauswahl. Bisher waren die Auswahlmöglichkeiten bei der manuellen Zuweisung von Rohrtypen und bei der automatischen Dimensionierung teilweise eingeschränkt. Die Überarbeitung wirkt an drei Stellen im Design Cockpit:
Damit bilden sich Wärmenetze so ab, wie sie uns in der Projektarbeit täglich begegnen: Netze, die ursprünglich in Kunststoffmantelrohren (KMR) ausgeführt wurden und heute mit flexiblen Polymermediumrohren (PMR) erweitert werden. Historisch gewachsene Netze, deren unterschiedliche verbaute Rohrtypen sich detailgetreu im digitalen Zwilling wiederfinden müssen. Und Machbarkeitsstudien, in denen ohnehin verschiedene Rohrtypen mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Kosten verglichen werden.
Für frühe Planungsphasen haben wir neben den Katalogdaten gängiger Hersteller auch typische KMR und PMR als herstellerneutrale Datensätze aufbereitet. Diese bringen die Kosten aus dem Technikkatalog des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) direkt mit, sodass eine erste Kostenschätzung für das Wärmenetz ohne eigene Recherche möglich ist. Sobald konkretere Zahlen vorliegen, etwa aus ersten Richtpreisangeboten, lassen sich die Kostenannahmen für einzelne Rohrtypen über die neue Kostenverwaltung selbst hinterlegen.
Für Dimensionierung und Simulation ist die abgenommene Leistung je Hausstation eine der zentralen Größen. In der Praxis weicht die installierte Anschlussleistung, also etwa die Nennleistung des Wärmeübertragers, aber in vielen Fällen von der vertraglich vereinbarten Anschlussleistung ab. Bisher mussten sich Nutzende für einen der beiden Werte entscheiden.
Nach dem Feedback mehrerer Stadt- und Gemeindewerke lassen sich beide Größen jetzt getrennt im Digital Twin führen. Zusammen mit dem Leistungsbedarf der Gebäude und einer frei einstellbaren Berechnungsleistung, die von den realen Gegebenheiten bewusst abweichen darf, ergibt sich daraus zweierlei: Die Ist-Situation von Gebäuden und Hausstationen lässt sich in hohem Detailgrad abbilden, und parallel dazu bleiben Simulationen mit abweichenden Berechnungsleistungen möglich, etwa für Nachverdichtungen, Leistungsreduktionen nach Gebäudesanierungen oder den Abgleich mit dem Vertragsbestand.
Die Kostenannahmen der herstellerneutralen Rohre berücksichtigen bereits das diesmonatige Update des KWW-Technikkatalogs. Darüber hinaus haben wir die Datenbasis an mehreren Stellen aktualisiert:
Zwischen den Hintergrundkarten kann jetzt frei gewechselt werden. Neben der Kartenbasis von OpenStreetMap und dem amtlichen Kartenwerk des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) stehen neu die Luftbilder der einzelnen Bundesländer zur Verfügung. Trassenverläufe, Bebauung und Freiflächen lassen sich damit direkt im Digital Twin gegen die realen Gegebenheiten vor Ort prüfen, ohne den Umweg über ein zweites Kartenportal.
Neben den oben genannten Verbesserungen möchten wir noch folgende Updates besonders erwähnen:
Die überarbeitete Rohrauswahl inklusive Kostenverwaltung ist Teil des Design-Pakets. Die Datenaktualisierungen, die erweiterte Verwaltung der Anschlussleistungen und die neuen Hintergrundkarten stehen allen Nutzenden des heatbeat Digital Twins mit Bearbeitungsrechten zur Verfügung.
Sie möchten die neuen Funktionen an Ihrem eigenen Netz sehen? Sprechen Sie uns gerne an und vereinbaren Sie einen Termin mit uns, wir freuen uns auf den Austausch.