November 2024 – Oktober 2025
Im Rahmen der Studie wurde das potenzielle Versorgungsgebiet digital erfasst. Auf Basis der Gebäudevorauswahl erfolgte die Planung und Trassierung eines Wärmenetzes, inklusive Variantenvergleich, Netzdimensionierung und Kostenabschätzung. Die Ergebnisse wurden gemäß BAFA-Richtlinien dokumentiert und zur Förderbeantragung aufbereitet.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme des Untersuchungsgebietes durchgeführt. Dabei wurden rund 600 potenzielle Anschlussnehmende identifiziert und deren Anschlussleistungen abgeschätzt. Die potenziellen Kunden wurden nach privaten und kommunalen Gebäuden sowie nach ihrem Interesse sortiert, was eine gezielte Planung der Versorgung ermöglichte.
Auf dieser Grundlage wurden verschiedene Varianten mit Anschlussquoten von 30 % bis 100 % betrachtet. Im Rahmen der Potenzialanalyse wurden die vorhandenen Potenziale im Untersuchungsgebiet identifiziert und mehrere Einspeisestandorte untersucht. Dazu erfolgte die Kontaktaufnahme mit relevanten Behörden.
Die technische Planung umfasste die Dimensionierung des Wärmenetzes in mehreren Varianten, abhängig von der Anzahl der tatsächlich anzuschließenden Gebäude. Für jede Variante wurde eine detaillierte Kostenberechnung durchgeführt – basierend auf Richtpreisangeboten, die projektspezifisch eingeholt wurden. Die Kalkulation berücksichtigte sowohl den Rohrleitungsbau inklusive Formteilen und Hausübergaben als auch den erforderlichen Tiefbau. Zusätzlich wurden Sonderlösungen für Kunden mit besonderen Temperaturanforderungen betrachtet, um einen optimalen Betrieb des Netzes zu erzielen.
Zur Sicherstellung der Förderfähigkeit wurden die Methodik und Ergebnisse gemäß den Vorgaben der BEW-Machbarkeitsstudie nach BAFA-Richtlinien dokumentiert. Zusätzlich erfolgte eine Ausarbeitung im Format des Projektberichtes BEW, ebenfalls konform zu den BAFA-Vorgaben.
Der heatbeat Digital Twin spielte eine zentrale Rolle im Projekt. Er ermöglichte die strukturierte Erfassung und Visualisierung aller relevanten Informationen – von den potenziellen Anschlussnehmenden über die bestehende Infrastruktur bis hin zur geplanten Trassenführung. Durch die digitale Abbildung des Versorgungsgebietes konnten Varianten effizient verglichen und die Planung transparent gestaltet werden.