2025 - heute
Die Stadt Aachen hat 2025 ihre kommunale Wärmeplanung beschlossen und definiert, wo Fernwärme sinnvoll ausgebaut werden kann und wo individuelle Lösungen nötig sind. Für geeignete Quartiere können Nahwärmeverbünde eine erneuerbare und unabhängige Alternative zu Öl und Gas bieten. Mit dem Pilotprojekt „Nahwärme“ bietet die Stadt gemeinsam mit heatbeat kostenlose Beratungen zur technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit solcher Nahwärmenetze an.
Am 09.07.2025 wurde die kommunalen Wärmeplanung der Stadt Aachen verabschiedet (mehr Informationen finden Sie hier). Damit wurden die Leitplanken für eine klimaneutrale, sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung aufgestellt. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wurden einerseits Gebiete identifiziert, in denen eine Nachverdichtung oder Erweiterung des bestehenden Fernwärmenetzes sinnvoll ist. Anderseits gibt es viele Gebiete, die die Fernwärme nicht erreichen wird und in denen entsprechend eine individuelle Wärmeversorgung umgesetzt werden muss. In diesen Gebieten können beispielsweise Wärmepumpen zur Einzelversorgung oder auch zur Versorgung einer ganzen Nachbarschaft genutzt werden.
Falls sich ein Quartier für ein Wärmenetz eignen würde, ein mittelfristiger Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz jedoch ausgeschlossen wurde, eignet sich möglicherweise ein Nahwärmeverbund, um die Wärmeversorgung der Gebäude im Quartier zu übernehmen. Nahwärmeverbünde können auch bei herausfordernden räumlichen Begebenheiten vor Ort eine zukunftssichere Lösung für eine erneuerbare und von Öl und Gas unabhängige Wärmeversorgung sein. Dabei können lokale Abwärmequellen von benachbarten Gewerbestätten und lokale Umweltwärmequellen wie Erdwärme oder Luft im Quartier nutzbar gemacht werden.

Um die Eignung solcher Quartiere für Nahwärmenetze zu prüfen, bietet die Stadt Aachen in Kooperation mit dem lokalen Unternehmen heatbeat ein Beratungsangebot für Bürger*innen der Stadt Aachen an. Ziel des kostenlosen Beratungsangebots ist es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit eines Nahwärmeverbundes zu prüfen, um die Eigentümer*innen bei Ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen. Dazu werden verschiedene netzgebundene Versorgungsvarianten untersucht und miteinander verglichen. Anschließend wird die vielversprechendste netzgebundene Versorgungsvariante einer dezentralen Individualversorgung der einzelnen Gebäude gegenübergestellt (Kostenrahmen). Eine umfangreichere Genehmigungs- und Ausführungsplanung des untersuchten Nahwärmeverbundes ist nicht Teil des kostenlosen Beratungsangebotes. Darüber hinaus wird auch zu grundsätzlichen organisatorischen Fragestellungen wie möglichen Betreibermodellen beraten.
Falls Sie sich für das Pilotprojekt Nahwärme interessieren und gerne das kostenlose Beratungsangebot nutzen möchten, kommen Sie hier zum Kontakformular Alternativ können Sie sich auch bei waermeplanung@mail.aachen.de melden.